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Mit zwei Themen haben wir uns im gestrigen KLUGE beschäftigt.

Im ersten Tagesordnungspunkt ging es um einen rein formalen Akt. Bereits im Dezember hatten wir darüber informiert, dass der Fördermittelgeber uns eine Fristverlängerung für die Fertigstellung des Sanierungsverfahrens zugesprochen hat. Dieser Fristverlängerung müssen die Oytener Gremien noch formal zustimmen – zunächst im Fachausschuss KLUGE, dann im Verwaltungsausschuss und schließlich im Gemeinderat. Viel zu diskutieren gab es hierzu nicht, denn letztlich haben wir vom Fördermittelgeber ja das gekriegt, worum wir gebeten hatten.

Das Sanierungsverfahren mit dem Arbeitstitel „Neue Ortsmitte“ zieht sich aus den verschiedensten Gründen schon viel zu lange hin. Um nur einige Faktoren aus den letzten Jahren zu nennen: monatelange archäologische Grabungen, Zerwürfnis Investorengruppe, neue zähe Investorensuche, Personalausfälle, Corona, Baukostenexplosion und Zinssteigerung. Nichtdestowenigertrotz sind wir zuversichtlich und motiviert – nicht immer, nicht alle, nicht alle zur selben Zeit, aber zuversichtlich und motiviert! Wir haben unser Projektteam neu aufgestellt, der Projekt- und Meilensteinplan steht, wir haben die Verlängerung bewilligt bekommen, wenn jetzt noch die „Dritten“ (z.B. der Investor, die Planungsbüros, die Baugenehmigungsbehörde) mitspielen, wird alles gut. Formal haben wir Zeit für die Fertigstellung bis Ende 2018 – unser Ziel ist allerdings ein anderes. Ab 2026 sollte schon einiges zu sehen sein. Das unebene, zugewucherte, unansehnliche, abgesperrte Areal, auf dem die archäologischen Grabungen stattgefunden haben, werden wir übrigens in diesem Jahr wieder ein bisschen auffrischen. Die Fläche soll geebnet, gegrubbert und es soll eine Blühmischung aufgetragen werden.

Der zweite Tagesordnungspunkt war der Wertschätzung der Wühlmäuse gewidmet. Hinter den Wühlmäusen verbirgt sich eine große Gruppe ehrenamtlicher Naturschützer, die viele Flächen in Oyten hegen und pflegen. In dieser Gruppe gibt es so viel Kompetenz und Leidenschaft, dass es eine Freude ist. Mit Hilfe von drei kurzen Filmchen konnten alle Anwesenden sehen und hören, was die „Rentnergang“, wie sie sich selber auch nennen, so alles reißt – und mit wieviel Spaß. Diese Filme werden wir in Kürze auch auf unseren Webseiten zur Verfügung stellen.

In seinem kurzen Bericht ging der Landschaftswart Herr Grahl u.a. noch auf die schwindende Biodiversität ein und er regte an, in der neuen Ortsmitte Baumspenden zu ermöglichen. Tatsächlich wünschen sich die Wühlmäuse seit einiger Zeit eine Fläche für einen weiteren Ereigniswald. Nach einiger Recherche konnten wir zwischenzeitlich eine Vorschlagsliste zur Verfügung stellen und warten nun auf die Rückmeldung der Wühlmäuse. Einen weiteren Ereigniswald fänden auch wir als Verwaltung toll und hoffen, dass wenigstens eine der in der Liste genannten Fläche infrage kommt.

Als Verwaltung konnten wir darüber hinaus noch einige Anregungen aus den Reihen der Kommunalpolitik und der anwesenden Bürger*innen mitnehmen, die uns helfen, besser zu werden. Den Spruch des Tages kassierte ich gestern nach der Sitzung, als niemand anderes zuhörte: „Das Schöne an deiner Mimik ist, dass sie ohne dein Einverständnis allen Anwesenden deine Meinung vermittelt!“

Während ich noch darüber nachdenke, ob das gut ist oder nicht, wünsche ich Ihnen einen formstabilen Arbeitstag.

Kommunalpolitik? Loyft bei uns.