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Seit Ende Februar bereiten sich der Landkreis und die Kommunen intensiv darauf vor, Ukrainerinnen und Ukrainer, die vor dem Krieg (in Europa!) fliehen, hier aufzunehmen.

Direkt Ende Februar haben wir einen Stab aus 4 Personen zur Koordinierung all dessen eingesetzt, was nun zu tun ist um zu helfen. Wir können nicht alles alleine lösen – wir brauchen Unterstützung vom Landkreis ebenso wie aus allen Fachbereichen und Einrichtungen, aber vor allem auch aus der Bevölkerung. Und wir bekommen diese Unterstützung.

Sammelunterkunft mit 12 Zimmern für bis zu 12 Familien ✔️

Wohnungsangmietung und Koordinierung etlicher Mitwohnangebote ✔️

Unterstützung der Kleiderkammer, die zwei Ehrenamtliche gegründet haben ✔️

Fahrradkammer ✔️

Aufnahme der Kinder in den Schulen – die IGS hat sogar eigens eine Sprachlernklasse gegründet. ✔️

Geldspenden, die den Familien zugute kommen sollen, die in Oyten Schutz suchen: Kooperation mit dem Verein Oyten hilft e.V.. ✔️

Dies alles ist erst der Anfang! Wir haben längst weitere Ideen, an deren Verwirklichung wir arbeiten. Und ehrlich gesagt, beeindruckt und motiviert mich auch sehr, einerseits auf soviel Hilfsbereitschaft zu treffen und deshalb andererseits so viel Hilfestellung geben zu können!

ABER wir laufen ohne Atempause von einer Krise in die nächste und es sind die Kommunen und Landkreise, die das alles mit ihren Teams NEBEN DEM TAGESGESCHÄFT schultern müssen – nicht Land, nicht Bund. Und wie gerne würde ich meinen Kolleginnen und Kollegen einmal eine Atempause verschaffen …

Zur Reflexion gehört natürlich auch dies: es sind nicht wir, die vor dem Krieg fliehen müssen, die möglicherweise alles verlieren, mit Kopf und Herz in der Heimat sind, von ihren Liebsten getrennt, ohne zu wissen, ob sie in ihre Heimat zurückkehren können und wenn ja, wie diese Heimat dann aussieht.

Ich habe ein großartiges Team und lebe in einer tollen Gemeinde. Wir helfen – und wir tun dies selbstverständlich.