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Ob ich nun mit anderen Bürgermeister*innen oder auch Unternehmer*innen spreche – wir suchen mehr oder minder verzweifelt nach Personal. Vorrangig reden wir natürlich über Fachkräfte, aber immer mehr auch über gute ungelernte Mitarbeiter*innen und natürlich Auszubildende.

Welchen Beitrag können wir als Gemeinde (die wir ja selber auch betroffen sind) für die Unternehmen in Oyten leisten? Und welchen die Schule?

Wir wollen mehr miteinander sprechen, Ideen entwickeln, Kooperationen aufsetzen.

Über den Bildungsverbund, dem auch unsere IGS angehört, könnten die Eltern als mögliche Multiplikatoren erreicht werden. Über die IGS könnte ein engerer Austausch zwischen ortsansässigen Unternehmen und Schüler*innen entstehen – mehr schnuppern, mehr ausprobieren.

Neben der guten Kinderbetreuung müssen wir als Gemeinde mehr bezahlbaren Wohnraum bieten – denn das könnte für unsere Wirtschaft der entscheidende Faktor im Kampf um Fachkräfte sein. Wohnraum gezielt für Azubis ist eine der Ideen, die wir gerade intern durchdenken.

Wenn wir über den Fachkräftemangel in der Verwaltung reden, hoffe ich immer noch auf ein interkommunales Projekt. Wenn wir doch fast alle im Landkreis dieselbe Herausforderung haben, warum finden wir keine gemeinsame Lösung?

Es scheint immer unmöglich, bis es getan ist, hat Nelson Mandela einmal gesagt.