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Die letzten und die nächsten Tage standen und stehen unter zwei großen Sternen. Zum einen müssen wir sechs Ausschuss-Sitzungen für den März vorbereiten. Jede/r Mitarbeitende hat dabei seine oder ihre Aufgaben, alles immer mit Deadlines, denn die Einladungen zu den Sitzungen müssen samt Unterlagen fristgerecht versendet werden, damit die Ausschuss-Mitglieder ausreichend Zeit haben, sich einzulesen, zu beraten und eine Meinung zu entwickeln. Eine meiner Aufgaben ist dabei, die Beschlussvorlagen quasi durch die Brille eines Ausschuss-Mitglieds zu lesen. Die Fragestellungen, Sachzwänge, Lösungsansätze usw. müssen so aufbereitet sein, dass sie jede/r ohne großartige Sach- und Fachkenntnis und in zumutbarer Zeit lesen und verstehen kann. Manchmal sind die Themen so komplex, dass das eine große Herausforderung ist.

Ich versuche auch immer mir die Zeit zu nehmen, mögliche Fragen vorwegzunehmen und die Antworten darauf gleich mit einzubinden – oder zumindest darauf vorbereitet zu sein. Das klappt natürlich nur begrenzt. Wie soll das auch anders sein, bei immer mindestens acht Ausschuss-Mitgliedern, die aus ihren ganz eigenen Erfahrungen, ihrem Fachwissen und Gedankengängen Fragen entwickeln.

Stets neue Corona-Herausforderungen

Der andere Stern war die Schaffung eines kommunalen Testzentrums. Dazu mehr in einem separaten Post. Es kommt ja jede Woche eine neue Corona-Herausforderung auf uns zu. Wir treffen – Gott sei Dank – nicht die ganz großen, schweren Entscheidungen. Wir müssen aber einen nicht unerheblichen Teil dieser Entscheidungen dann umsetzen. Wieviel Zeit einfach immer vergeht zwischen Pressekonferenz und angepasster Verordnung, ist erstaunlich. Ohne die jeweilige Verordnung können wir als Behörde aber nicht viel machen, denn die Verordnung steckt den Korridor ab, innerhalb dessen wir agieren müssen. Das ist den wenigsten Bürger:innen bewusst, was wir immer daran merken, dass sie direkt nach den Pressekonferenz der jeweiligen Minister:innen bei uns im Rathaus aber natürlich auch bei den Kolleg:innen im Gesundheitsamt in Verden anrufen, um ihre Fragen zu stellen.

Wir als Verwaltung lernen viel über uns in diesen Monaten. Über unsere Belastbarkeit, Fähigkeiten, Defizite und Potenziale. Das sind grundsätzlich gute Erkenntnisse, damit können wir arbeiten.