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Das war mal eine interessante Sitzung gestern Abend!

Wie Sie vielleicht wissen, unterstützen wir verschiedene Vereine und Verbände mit festen jährlichen Beträgen dafür, dass sie sich um das Gemeinwohl verdient machen. Gestern hatten wir gleich 3 solche Vereine und Verbände auf der Tagesordnung. Denn im Gegenzug für die finanzielle Unterstützung kriegen wir nicht nur die „Leistung“ des jeweiligen Vereins, sondern auch regelmäßige Tätigkeitsberichte in Schriftform, ergänzt durch einen kurzen mündlichen Vortrag im JUKSSS-Ausschuss. Der Gemeinderat ist halt auch ein Kontrollorgan für die angemessene Verwendung solcher Zuschüsse.

Achimer Tafel

Die Achimer Tafel unterstützen wir z.B. jährlich mit 5.000 € für die Ausgabe von Lebensmitteln an bedürftige Personen. Es gab Zeiten, in denen wir darüber diskutiert haben, dass es soweit nie hätte kommen dürfen und eigentlich die Bundesregierung hier in Verantwortung ist und auch in Verantwortung genommen werden muss. Solche Diskussionen führen wir nicht mehr. Wir sind dankbar für die Achimer Tafel, für die Menschen, die sich ehrenamtlich hier engagieren und weil es Oytener sind, die die Tafel in Anspruch nehmen müssen, unterstützen wir. Im Gegenzug für die finanzielle Unterstützung kriegen wir nicht nur die Leistung der Tafel an sich, sondern auch regelmäßig Tätigkeitsberichte. Falls Sie an dem ausführlichen Jahresbericht interessiert sind, folgen Sie bitte diesem Link

Für alle anderen hier ein paar Notizen aus dem gestrigen Bericht von Hrn. Teichmann, der für die Achimer Tafel in den Ausschuss gekommen ist.

Der Verein hatte zum 31.12.24 102 Mitglieder, ca. 1.300 „Kunden“ und 152 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (10 im Büro, 71 sortieren und geben Ware aus, 71 fahren). Es gibt ausreichend Lebensmittelspenden, die gegen einen minimal Betrag ausgegeben werden.

Hr. Teichmann sprach über Anschaffungen und Kosten – z.B. über 10.000 € für die Entsorgung von Lebensmitteln, gestiegene Raum- und Fahrzeugkosten und Einsparpotentiale, die manchmal nur mit einem Anbieterwechsel möglich sind.

Caritas im Familiengarten

Die Caritas, bzw. den Familiengarten unterstützt die Gemeinde mittlerweile mit 15.000 € jährlich. Hinter dem o.g. Link finden Sie auch den Jahresbericht 2024 der Caritas.

Zu unser aller großen Überraschung hatten die zwei Vertreter des Familiengartens allerdings weder Präsentation noch Text mitgebracht, sondern nur Antworten auf Fragen angeboten.

Irritiertes Schweigen, dann 2 Fragen, dann irritiertes Schweigen.

Ein Missverständnis nehme ich an. Ein Gespräch hilft sicher.

Bericht unseres Integrationsbeauftragten

Das war ein großer Fleiß- und Erfolgsnachweis, angereichert mit interessanten Zahlen. Ich hoffe sehr auf ausführliche Berichterstattung in den Zeitungen. Darüber hinaus werden wir seine Präsentation mit der Niederschrift online stellen (siehe Link oben). Dann können Sie sich ein umfangreiches Bild machen.

Einige wenige Zahlen picke ich für Sie hieraus:

  • 7,63 % Ausländeranteil (289 Ukrainer, 140 Türken, 136 Polen, 72 Syrer und noch andere Ethnien)
  • Ausländer bedeutet nicht Leistungsempfänger
  • Nur 13 Personen beziehen derzeit Leistungen aus dem AsylbLG
  • 42 Asylbewerber sind aktuell in Oyten untergebracht, 17 „Betten“ sind also noch frei

Begegnungsstätte Süd

Ein großartiges, neues Projekt mit dem Arbeitstitel „Menschen für Menschen in Oyten-Süd“

Vor ein paar Jahren haben wir als Verwaltung den Auftrag vom Gemeinderat bekommen, in Oyten-Süd eine Begegnungsstätte zu schaffen. Es gab einiges hin und her zur Raum-, Betreiber-, Konzept- und Finanzierungsfrage.

Mein Ziel war immer, möglichst mit einem Verein zusammenzuarbeiten. Das funktioniert in Oyten an vielen Stellen, das bietet viele Vorteile. Es hieß, das sei in dem Ortsteil nicht möglich, denn da gebe es keine Dorfgemeinschaft. Aber es ist möglich. Ich habe jemanden gefunden, der für dieses Thema brennt und mit seinem Feuer andere angesteckt hat. 16 Gründungsmitglieder machen nächste Woche Nägel mit Köpfen. Es gibt schon ein Konzept und ein Startprogramm und das wurde gestern vorgestellt.

Ich verwende das Wort „Startprogramm“, weil zu gegebener Zeit noch eine Bürgerbeteiligung in Oyten-Süd folgen soll, die nicht nur Werbung für das Begegnungshaus ist, sondern zu genau den Angeboten führen soll, die die Menschen da auch wirklich wollen.

Mit meinem Kollegen Hans Eder habe ich dieses Projekt bis hierhin eng begleitet und weil wir die Idee und auch die Zusammenarbeit mit Hrn. Janning (vom Verein) so toll finden, helfen wir auch weiterhin, wo wir nur können.

Der Ausschuss gestern war jedenfalls unserer Meinung und bereit, den Verein mit einem Zuschuss zu unterstützen, sobald er seine Arbeit in einem geeigneten Haus aufnimmt.

Ach so, das Startprogramm: Repair-Café, Frauencafé, gemeinsames Kochen und Backen, Gartenprojekt, Spielangebote für kleine Kinder und Kinder-Yoga. Wir hoffen, im neuen Jahr durchstarten zu können.

Bitte werben Sie für dieses Begegnungshaus und den Verein, der sich über helfende Hände und Spenden freuen wird. Gerne stelle ich den Kontakt her.

Antrag SPD Hüpfburgen- und Spielanhängerverleih

Die Fraktion der SPD hat beantragt, dass die Gemeinde einen kostenlosen Hüpfburgen- und Spielanhängerverleih organisiert und betreibt.

Die Nachbarstadt Achim macht das schon.

Wir haben mit Achim gesprochen und danach als Verwaltung eine Haltung entwickelt. Die haben wir in der Beschlussvorlage dargelegt. Wir unterhalten ein gut ausgestattetes Jugendzentrum, ca. 20 Spielplätze und darüber hinaus mehrere Sportanlagen mit Spiel- und Klettergeräten. Auf dem donnerstäglichen Wochenmarkt wird regelmäßig eine Hüpfburg zur kostenlosen Nutzung aufgebaut. Neuerdings feiern wir 1 x im Jahr ein großes Familienfest im Rathauspark mit allem Pipapo. Wir haben verwaltungsseitig kein Personal übrig für den dauerhaften Betrieb eines solchen Verleihs mit allem was dazugehört.

Wenn Politik solch ein Vorhaben generell also für unterstützenswert hält, ist unser Vorschlag, denjenigen (Verein?), der Anschaffung, Lagerung, Säuberung, Ausleihe, Kontrolle, Reparatur, Papierkram usw. übernimmt, bei der Suche nach Fördermitteln zu unterstützen und bei Bedarf die Finanzierungslücke einmalig zu schließen.

Und hier das Abstimmungsverhalten wie folgt: 4 waren für diesen Vorschlag, 4 dagegen, 1 enthielt sich. Stimmengleichheit bedeutet, dass unser Vorschlag vom Fachausschuss abgelehnt wurde. Nun muss der Verwaltungsausschuss darüber entscheiden.

Zum Schluss haben wir noch über zwei LEADER-Anträge diskutiert und abgestimmt. Oyten ist ja Teil der LEADER-Region Weser-Aller-Landschaft (WAL), die von der EU mit Geld unterstützt wird, das für schöne Projekte ausgegeben werden kann. Mehr zur WAL hier: https://wal-region.de/

Gestern ging es um 2 Vorhaben von 2 Vereinen. Solche Vorhaben werden zunächst dem Entscheidungsgremium der WAL-Region präsentiert und danach dem zuständigen Ausschuss in Oyten – in diesen Fällen dem JUKSSS.

Wenn LEADER Geld gibt, müssen wir als Gemeinde auch ein bisschen Geld dazugeben – nur dann wird der abschließende Förderbescheid ausgestellt.

Die SSG Mühlentor-Oyten will das Bogensport-Areal neu und wettbewerbsfähig – und gleichzeitig naturnah – anlegen.

Der TSV Gut Heil Bassen möchte eine PV-Anlage samt Wärmepumpe installieren.

Beides sind gute Projekte, denen wir einstimmig zugestimmt haben.

Wir haben also über Themen beraten, die uns am Herzen liegen, gute Diskussionen und eine Präsentation der besonderen Art erlebt.

Mehr habe ich heute nicht zu geben und wünsche Ihnen noch eine formstabile Arbeitswoche.